Der neue Boden ist da!

Veröffentlicht am 7. Nov. 2018 von

Auf­grund der Über­schwem­mung am 8. Juni 2018 wellte sich der alte Boden so sehr, dass er für die Mitar­bei­t­en­den und für die Gäste zu ein­er Stolper­falle wurde. Die Wörter “ufpasse” (vor dem Stolpern) und “hop­pla” (nach dem beina­he Stolpern) wur­den rege gebraucht. Passiert ist zum Glück nie etwas. Diese Woche kon­nte nun  der neue Boden von fleis­si­gen Arbeit­ern ver­legt wer­den. Auch die Wände wur­den bei dieser Gele­gen­heit neu gestrichen, aber schaut selb­st…


Die Sommerpause ist vorbei!

Veröffentlicht am 5. Sep. 2018 von

Ab heute ist das Restau­rant Gassenküche wieder an jedem Mittwoch geöffnet. Rund 55 Gäste genossen eine ver­führerische Kür­bis­suppe, natür­lich selb­st­gemacht, Pastetli mit ein­er Fül­lung von würzigem Brät und Poulet­geschnet­zel­tem, dazu Erbs und Rüe­bli, selb­stver­ständlich aus dem Garten. Es war ein freudi­ges Wieder­se­hen nach acht lan­gen Wochen. Unser ältester Gast Heinz fehlt jedoch…


Unsere Tagesreise vor der Sommerpause

Veröffentlicht am 6. Jul. 2018 von

Am 27. Juni 2018 ging die Gassenküche mit ihren Gästen und Mitar­beit­ern auf die Reise in den Aar­gauer Jura. Rund 50 Per­so­n­en nah­men im Apfel­car Platz und freuten sich auf diesen gemein­samen und son­ni­gen Tag. Wir fuhren u.a. nach Eglisau — Weiach — Gip­pin­gen — Leugern… Im Schloss Böttstein macht­en wir einen Kaf­fee­halt und bestaunten den schö­nen Schloss­garten. Im Restau­rant “Bären” in Hot­twil wur­den wir alle mit einem aus­geze­ich­neten Mit­tagessen ver­wöh­nt. Am Nach­mit­tag ging die Fahrt weit­er durch kleine schmucke Aar­gauer Dör­fer nach Linn wo eine grosse alte Linde stand. 13 Per­so­n­en waren nötig, um den dick­en Baum zu umfassen. In Schinz­nach besichtigten wir aus ein­er his­torischen Eisen­bahn her­aus die Baum­schule und das Garten­zen­ter Zulauf und gön­nten uns mit­ten in den Blu­men einen Zvieri, bevor es dann wieder nach Frauen­feld ging.


Spuren des gestrigen Gewitters…

Veröffentlicht am 9. Jun. 2018 von

Am Abend des 08. Juni 2018 goss es in Frauen­feld wie aus Eimern. Zwar sollte eine “Vor­rich­tung” in unserem Vor­rat­sraum dafür sor­gen, dass es nicht hinein­reg­net, jedoch war das viele Wass­er so kraftvoll, dass diese nichts nützte. Inzwis­chen ist der Raum wieder trock­en, das kaputte Mate­r­i­al und die ver­dor­be­nen Lebens­mit­tel aus­sortiert. Her­zlichen Dank Peti für deine tolle Unter­stützung!


An unsere Gäste: Bitte haltet euch den Mittwoch, 27. Juni 2018 frei

Veröffentlicht am 23. Mai. 2018 von

Unter­wegs ins Rüe­bliland…

! Achtung !

Am let­zten Mittwoch vor der Som­mer­pause, am 27. Juni 2018 unternehmen wir als Gassenküche eine Reise. Die Gassenküche bleibt an diesem Tag geschlossen.

Tre­ff­punkt an diesem Tag vor der Gassenküche um 08.15 Uhr  Apfelcar1

 


 


Der Frühling kann kommen…

Veröffentlicht am 26. Mrz. 2018 von

Mit dem für die Gassenküche zutr­e­f­fend­en Zitat von Antho­ny Hop­kins, wün­schen wir all unseren Gästen und Spendern einen her­rlich bun­ten und son­ni­gen Früh­ling.

Kein­er von uns kommt lebend hier raus (aus dem Leben — nicht aus der Gassenküche 🙂 ). Also hört auf, euch wie ein Andenken zu behan­deln. Esst leck­eres Essen, spaziert in der Sonne, springt ins Meer, sagt die Wahrheit und tragt euer Herz auf der Zunge. Seid albern, seid fre­undlich, seid komisch. Für nichts anderes ist Zeit.”


Willkommen im Restaurant Gassenküche

Veröffentlicht am 12. Jan. 2018 von
  • Jeden Mittwoch geöffnet
  • Gemein­schaft geniessen ab 09.30 Uhr
  • Essen von 11.30 Uhr bis 13.00 Uhr
  • der Ein­samkeit ent­fliehen
  • lachen – plaud­ern – zusam­men sein
  • Kerzen – Blu­men und Servi­et­ten
  • gut­bürg­er­liche Küche
  • Vier-Gänge-Menü inkl. Getränke für 3.- Franken
  • Essen so viel man mag
  • Menü das mit nach­hause genom­men wer­den kann
  • Lebens­mit­tel auf dem Gaben­tisch dür­fen mitgenom­men wer­den

Her­zlich willkom­men im Restau­rant Gassenküche an der Graben­strasse 12 in Frauen­feldIMG_8463 heisst dich San­dra Kern und Team

 


Ein gutes und gesundes Jahr 2018!

Veröffentlicht am 31. Dez. 2017 von

Mit diesem Zitat aus dem Strassen­magazin “Sur­prise” wün­schen wir all unseren Gästen, Spendern und Spon­soren ein gutes und gesun­des Jahr 2018! Für das Team, San­dra KernIMG_7339 (2)


Herzlich willkommen am 25. Dezember 2017!

Veröffentlicht am 30. Nov. 2017 von

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«Weihnachten ist eine schwierige Zeit»

TG-Nachricht­en, 30.11.2017

Während Wei­h­nacht­en in den meis­ten Haushal­ten heilig ist, hat sich die Grün­derin der Gassenküche, San­dra Kern, entsch­ieden, am 25. kein Fest in ihrem Restau­rant zu ver­anstal­ten. Und zwar aus einem ganz bes­timmten Grund.

Frauen­feld Geschmück­te Tan­nen­bäume, Guet­zli, Geschenke: Für die meis­ten Fam­i­lien in der Schweiz ist der 25. Dezem­ber der wichtig­ste Tag des Jahres. Das Fest der Liebe. Doch was, wenn man keine Fam­i­lie hat? Nie­mand da ist, mit dem man feiern kann? Wie sehen Per­so­n­en diesen Tag, die nicht so viel haben, wie andere? Wir haben bei San­dra Kern, Grün­derin der Gassenküche Frauen­feld, nachge­fragt. Und eine über­raschende sowie etwas trau­rige Antwort erhal­ten: «Wei­h­nacht­en find­et in der Gassenküche nicht statt.»

«Viele sind froh, wenn der 25. vorbei ist»

An Wei­h­nacht­en trau­rig zu sein, ist für den durch­schnit­tlichen Schweiz­er undenkbar. Laut der Met­ten­dor­ferin kön­nen sich aber längst nicht alle über den hohen Feiertag freuen: «Viele mein­er Gäste haben keine Fam­i­lie. Aus diesem Grund löst Wei­h­nacht­en in ihnen oft ein Gefühl von Trau­rigkeit aus. Sich an Wei­h­nacht­en ein­sam zu fühlen, ist nicht schön.» Über­all wird der 25. Dezem­ber als Fam­i­lien­fest dargestellt. Für Men­schen, die am Exis­tenzmin­i­mum leben, sei das schw­er mit anzuse­hen, so Kern weit­er. Aus diesem Grund hat sich Kern für den 25. Dezem­ber nichts Beson­deres ein­fall­en lassen. Schlicht, aber mit Herz, lautet die Devise. So wie an jedem anderen Tag in der Gassenküche auch. «Ich habe schon vor Jahren damit aufge­hört, das Restau­rant wei­h­nächtlich zu schmück­en. Ich will meine Gäste nicht an den Feiertag erin­nern, das würde sie nur trau­rig stim­men.» Deko­ri­eren werde sie ein­fach und fröh­lich. So wie immer eben. Denn: Ihre Gäste seien jew­eils froh, wenn Wei­h­nacht­en vor­bei ist oder wenn es den Feiertag gar nicht erst geben würde.

Ein selbst gekochtes Essen

Wenn schon nicht die Stim­mung und die Deko­ra­tion, ist wenig­stens das Essen wei­h­nächtlich ange­haucht. «Nor­maler­weise koche ich am 25. Dezem­ber jew­eils selb­st. In diesem Jahr wird das aber nicht im gle­ichen Rah­men möglich sein, wie son­st auch», erk­lärt Kern und schaut auf ihre Krück­en. Ein Überbleib­sel ihrer Knieop­er­a­tion von vor ein paar Wochen. Ihre «VIPs», wie Kern ihre Gäste liebevoll nen­nt, müssen aber trotz der kör­per­lichen Ein­schränkung nicht auf sie verzicht­en. «Da sein werde ich auf jeden Fall. Das ist für mich selb­stver­ständlich.» Während im let­zten Jahr Ragout nach Gross­mut­ter­art zubere­it­et wurde, hat Kern für dieses Jahr etwas anderes im Kopf: «Ich dachte, ich kön­nte mal wieder einen fes­tlichen Brat­en machen. Mit Beilage und allem, was dazuge­hört.» Seit zwei Jahren gehören auch Geschenke dazu. «Die Kirche Wän­gi hat mich vor­let­ztes Jahr gefragt, ob sie für meine Gäste Präsente zusam­men­stellen darf. Sei­ther ist das schon fast zur Tra­di­tion gewor­den. Auch in diesem Jahr wird es wieder einen Gaben­tisch geben», berichtet Kern erfreut. Anders als in vie­len Fam­i­lien üblich, wer­den keine teuren Dinge wie Lap­tops oder Kon­solen ver­schenkt. Vielmehr sind es Sachen, die die Men­schen am Exis­tenzmin­i­mum gut gebrauchen kön­nen. Laut Kern ist aber die Freude über diese Präsente jedes Jahr uner­messlich gross: «Meis­tens erhal­ten meine ‘VIPs’ Duschgel, Body­lo­tion oder Rasier­schaum. Es hat schon Freuden­trä­nen gegeben, weil die Gäste so gerührt waren.» In diesem Jahr dür­fen sich die Besuch­er der Gassenküche sog­ar über ein zweites Geschenk freuen. Eine namhafte Auto­g­a­rage aus Frauen­feld hat sich näm­lich bere­it­erk­lärt, die Kosten für das Essen an Wei­h­nacht­en zu übernehmen. Ausser­dem dür­fen Gäste für ein­mal ihre Fre­unde oder Fam­i­lien­mit­glieder mit­brin­gen. So wird ihnen dieser Tag wenig­stens ein biss­chen erträglich­er gemacht. Auch Kern ver­sucht ihr Bestes, wie sie zum Schluss erk­lärt: «Wei­h­nacht­en ist eine schwierige Zeit für meine Gäste. Mit meinem Essen und guter Stim­mung ver­suche ich, sie ein biss­chen davon abzu­lenken.»

Gut zu wissen

Die Gassenküche Frauen­feld ist am Mon­tag, 25. Dezem­ber wie üblich geöffnet. Dafür bleibt das Restau­rant am Mittwoch vorher und nach­her geschlossen. Ein­ge­laden sind alle, die am Exis­tenzmin­i­mum leben oder AHV oder IV mit Ergänzungsleis­tung beantra­gen und Wei­h­nacht­en nicht alleine ver­brin­gen wollen. Essen gibt es ab 11.30 Uhr, Gäste dür­fen auch schon vorher kom­men. js


Die Hemmschwelle ist immer noch gross…

Veröffentlicht am 20. Okt. 2017 von

B640x427mere­its seit sieben Jahren bietet die Gassenküche für Für­sorgeempfänger und Per­so­n­en mit Ergänzungsleis­tun­gen wöchentlich ein 4‑Gang-Menü für nur drei Franken an. Weil die Hemm­schwelle laut der Haup­tini­tiantin San­dra Kern jedoch noch immer gross ist, wer­den jet­zt neue Pri­or­itäten geset­zt.

Frauen­feld Sie macht einen ver­lasse­nen Ein­druck an diesem Fre­ita­gnach­mit­tag: Die Gassenküche mit­ten im Herzen von Frauen­feld, wo bere­its seit sieben Jahren unter anderem Per­so­n­en mit Ergänzungsleis­tun­gen ein­mal wöchentlich bekocht wer­den. «Am Mittwoch sind jew­eils bis zu sechzig Gäste hier, die unser Ange­bot nutzen und ein selb­st­gekocht­es Menü für nur drei Franken geniessen», erk­lärt die Lei­t­erin der Gassenküche San­dra Kern mit einem Lächeln. Zusam­men mit ihrem Team ist sie stets um das Wohl ihrer Gäste oder, wie Kern sie gerne nen­nt, «VIPs» besorgt und hat bei ihnen eine Art zweite Fam­i­lie gefun­den.

«Der Schritt aus der Anonymität fällt schw­er»

Doch seit einiger Zeit trübt eine ungün­stige Entwick­lung das son­st so son­nige Gemüt der Met­ten­dor­ferin. «Mich beschäftigt schon etwas länger, dass viel mehr Per­so­n­en mit Ergänzungsleis­tun­gen bei uns essen kön­nten», erk­lärt Kern mit einem nach­den­klichen Blick zu den leeren Tis­chen. «Poten­zielle Gäste» gäbe es in Frauen­feld mehr als genug, vie­len würde aber der Mut fehlen, dem Restau­rant einen Besuch abzus­tat­ten. «Per­so­n­en, die AHV oder IV beziehen und am Exis­tenzmin­i­mum leben, wagen sich häu­fig nicht aus der Anonymität her­aus. Das ist sehr schade, da wir doch eigentlich genug Platz hät­ten.» Vor nicht allzu langer Zeit wurde näm­lich sog­ar ein zweit­er Raum für die «VIPs» dazugemietet.

Pri­or­itäten set­zen

Um mehr Per­so­n­en am Exis­tenzmin­i­mum zu ermuti­gen, den Schritt aus der Ein­samkeit zu wagen, möchte Kern nun die Pri­or­itäten neu set­zen. «Mir ist aufge­fall­en, dass immer mehr Musik­er, die sich zeitweise in der Schweiz aufhal­ten, zum Essen herkom­men. Selb­stver­ständlich sind auch sie her­zlich willkom­men, ich möchte den Fokus aber auf Per­so­n­en richt­en, die aus der Schweiz sind», erk­lärt Kern. Für die Gäste sei es unbe­friedi­gend, wenn sie beim Ein­treten nur volle Tis­che sehen wür­den. «Ich würde mich sehr freuen, wenn sich mehr Per­so­n­en am Exis­tenzmin­i­mum, die in der Region wohnen, zu uns gesellen wür­den. Musik­er dür­fen auch herkom­men, aber ein­fach ein biss­chen später, sodass Per­so­n­en aus der Schweiz zuerst essen kön­nen.»

Janine Sennhauser, TG Nachricht­en, 05.10.2017